Brute-Force-Angriff

    Was ist ein Brute-Force-Angriff?

    Ein Brute-Force-Angriff ist eine Methode, bei der ein Angreifer versucht, ein Passwort, eine Verschlüsselung oder eine andere Form von Zugangskontrolle durch Ausprobieren aller möglichen Kombinationen zu erraten. Diese Methode erfordert keine speziellen Schwachstellen im System, sondern beruht darauf, dass der Angreifer einfach systematisch alle möglichen Kombinationen von Zeichen ausprobiert, bis der richtige Wert gefunden wird. Die Dauer eines Brute-Force-Angriffs hängt stark von der Länge und Komplexität des Passworts sowie von der Rechenleistung des Angreifers ab.

    Arten von Brute-Force-Angriffen

    Es gibt verschiedene Arten von Brute-Force-Angriffen:

    • Einfacher Brute-Force-Angriff: Alle möglichen Zeichenkombinationen werden getestet, ohne eine spezifische Strategie zu verfolgen. Dies kann je nach Passwortlänge und -komplexität sehr lange dauern.
    • Wörterbuchangriff: Der Angreifer verwendet eine Liste häufig genutzter Passwörter (z.B. „123456“, „password“) und testet diese gegen das Ziel.
    • Hybrid-Brute-Force-Angriff: Kombination aus Wörterbuch- und Brute-Force-Angriff. Häufige Passwörter werden mit Zahlen oder Sonderzeichen kombiniert, um Variationen zu testen.
    • Reverse-Brute-Force-Angriff: Statt ein Passwort zu erraten, wird ein häufiges Passwort gegen viele Benutzernamen getestet, um herauszufinden, welcher Benutzer es verwendet.
    • Credential Stuffing: Verwendung gestohlener Login-Daten (Benutzername + Passwort) aus Datenpannen, um sich in anderen Systemen oder Websites einzuloggen.
       

    Schutz vor Brute-Force-Angriffen

    Es gibt einfache und komplexe Maßnahmen, um sich vor Brute-Force-Angriffen zu schützen:

    • Starke Passwörter: Verwendung komplexer, langer Passwörter, die eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Mindestens 12 Zeichen werden empfohlen.
    • Multifaktor-Authentifizierung (MFA): Zusätzlich zum Passwort wird eine zweite Sicherheitsstufe eingeführt, z.B. ein einmaliger Code aus einer App oder per SMS.
    • Account-Sperrung nach mehreren Fehlversuchen: Sperren von Konten oder Verzögern von weiteren Versuchen nach einer festgelegten Anzahl an fehlgeschlagenen Anmeldungen.
    • Captcha: Captchas (z.B. „Ich bin kein Roboter“) verhindern einen ungewollten Angriff, indem sie den Zugang ab einer bestimmten Anzahl an Fehlversuchen erreicht blockieren.
    • Passwort-Manager: Ein Passwort-Manager erstellt und speichert komplexe und einzigartige Passwörter für jedes Konto, ohne dass der Benutzer sich diese merken muss.
    • Verschlüsselung und Salting: Speichern von Passwörtern in einer verschlüsselten Form, wobei „Salz“ (zufällige Daten) hinzugefügt wird, um den Zugriff auf Passwörter bei einem möglichen Datenleck zu erschweren.
    • IP-Adressensperre: IP-Adressen, die mehrere fehlerhafte Anmeldeversuche in kurzer Zeit durchführen, werden blockiert, um Brute-Force-Angriffe zu verhindern.
    • Hashing-Algorithmen: Verwendung rechenintensiver, sicherer Hash-Algorithmen (z.B. bcrypt oder Argon2) zum sicheren Speichern von Passwörtern, sodass Brute-Force-Angriffe viel länger dauern.

     

    Fazit

    Brute-Force-Angriffe sind eine einfache, aber effektive Methode für Hacker, um in Systeme einzudringen. Sie können jedoch mit einer Vielzahl von Schutzmaßnahmen abgewehrt werden. Die Verwendung starker Passwörter, Multifaktor-Authentifizierung und zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie Captchas und Account-Sperrungen sind wesentliche Schritte, um die Sicherheit zu erhöhen und Brute-Force-Angriffe zu verhindern.

     

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